Romantischer Firlefanz

Da steh ich. Vor dieser Klippe. Den Höhenflug verpasst. Einen Zentimeter vorm Abgrund gelandet. Morgens die Meditation, abends die Kippe, um dieses Gedankenkarussell anzuhalten für ganze zwei Minuten, bevor es im Affentempo wieder losfährt.

Loslassen!“, pflanzt mir mein Mantra in die vor Liebe rasenden Nervenbahnen. Aber wieso überhaupt? Getränkt, ja fast ertrunken in meiner eigenen Liebe. Ich möchte sie loswerden, sie über dich schütten und dich in Wärme packen. Aber an der eisernen Mauer prallt sie ab und läuft in strömenden Wasserbahnen über meine Wangen. Freunde fragen mich was los sei. Ich lächle und sage nichts. Alles Gut. Ich kann mich nicht beklagen. Ich muss nur einfach vergessen. Geübt habe ich das schon etliche Male. Geglückt? Nein. Nie.

Ich will dich mit meiner Liebe nicht erdrücken, behalte sie für mich. Mein Körper krampft und zittert. Er hält dem Druck nicht mehr stand aus Angst vor Zurückweisung nicht sprechen zu dürfen. Als wolle er sie festhalten, um dich zu schützen. Dich vor deinem schlechten Gewissen bewahren, vor der Aufgabe mir zu sagen, dass du für mich keinen Platz an deiner Seite hast.

Ich wollte dir nicht weh tun und doch habe ich das Gefühl, es getan zu haben. Weil meine Sehnsucht so groß ist. Meine Liebe so stark. Weil jeder weitere Gedanke an dich schmerzt, als dürfte er nicht sein. Weil du nichts dafürkannst, dass du mit meiner Liebe nichts anfangen kannst.

Du hast sie verdient und doch darf sie nicht sein, durch die gesellschaftlichen Fesseln wurde sie so klein. Ich trage sie in mir am rechten Fleck, sodass niemand sie entdeckt.

Oh Baby, ich hätte dich so gerne hier, ganz nah bei mir. Ich würde dich lieben, so wie du bist. Verschmelzen im Hier und Jetzt und die Sehnsucht im Angesicht der Gegenwart ersticken.

Notiz am Rande: Sagt das Erwachsenen-Ich zum Schattenkind: „Höre auf deine Gefühle zu verstecken, Liebe schmerzt nicht, sie fließt und du musst sie frei lassen“.

 !Communicate with Love and the Rest will follow!