Short Stories

Was ich mal sagen wollte
Du brauchst keinen passenden Deckel für deinen Topf. Deine Stimme ist nicht zu laut oder zu leise, zu hoch oder zu tief. Deine Kleidung ist nicht zu langweilig oder zu verrückt. Du hast nicht zu wenige Freunde oder zu viele, keinen un-perfekten Körper oder die angeblich „falsche“ sexuelle Orientierung. Du bist nicht zu weiblich oder zu männlich, zu anstrengend oder nicht gut genug. Du hast keine komische Hautfarbe und schon gar nicht eine mit geringer Wertschätzung zu verurteilende Herkunft…es könnte ewig so weiter gehen und noch hunderte Beispiele geben.
Was ich mal sagen wollte: Du bist einfach nicht in eine Schublade zu stecken und schon gar nicht solltest du dich selbst in diese Schublade stecken wollen, denn da passt du nicht rein, du wirst dir immer den kleinen Zeh stoßen oder direkt die ganze Hand einklemmen. 🆗Wie du am besten damit aufhörst?
In dem du anfängst andere nicht in Schubladen stecken zu wollen!

Den Sommerbody hast du schon 

Im Fashion Kosmos scheint Diversität langsam immer mehr anzukommen und einige Marken werben mit Körpern jeglicher Natur, Alter und Kleidergröße. Aber zur Fitnessbranche ist das noch nicht wirklich durchgedrungen. Klar Fitness gleich fitter Body…aber wie sieht so ein fitter Body denn überhaupt aus? Die Werbung suggeriert uns durchtrainiert und möglichst wenig Körperfettanteil. Total definiert eben. Aber um leistungsfähig zu sein brauche ich nicht nur einen Körper sondern auch ein Happy Mind. Bewegung ist gesund. So viel steht schon mal fest. Aber sie sollte in erster Linie Spaß machen. Denn wenn aus zu viel Bewegung, des Körpers optimieren wegen, nicht mehr Spaß sondern Zwang wird, na dann Ciao! Rechts und links geschaut wird, wer hat den größeren Bizeps, ein Sixpack oder einen definierten Ass. Dann ist Sport kein Spielplatz mehr sondern ein Raum zur inszenierten Selbstdarstellung um sich wertvoll zu fühlen…Diese Leggings die einen vermeintlich schönen Hintern zaubern, total paradox, die braucht kein Mensch. Halbnackte Models auf Plakaten die nur ein Körperbild suggerieren auch nicht. Ich bin für mehr Spaß am Sport! Weniger Körperoptimierung und realistischer Fitness Werbung. Denn du hast nur einen Körper und diesen solltest du gut behandeln. Was genau brauchst du um Spaß an Bewegung zu haben? Vielleicht ist es einfach nur der tägliche Spaziergang, vielleicht aber auch das fordernde Krafttraining. Höre deiner inneren Stimme zu und swipe den „ich brauche einen heißen Sommerbody“ Button nach links.

Denn nicht die Liebe ist Scheiße, sondern deine Liebe, deine Liebe zu dir selbst.

Wie jetzt offen, polygam oder doch zusammen? Müsst doch wissen was das ist. Definieren. Oder lieber nochmal reden? Er wollte, sie nicht.Sie wollte, er nicht. Wieder ab ins Haifischbecken. Routinemäßig mit der flachen Hand eine Oberflächlichkeit nach der anderen wischend, in Gedanken noch die letzte Blamage definieren wollen. Rausreden ist wohl die beste Lösung. Liebe? Loveletters, Schmetterlinge und Co. No Way! War nur was für zwischendurch, spricht die Sehnsucht aus ihr nach tiefer Verbundenheit. Verletzlich zeigen geht nicht. Lieber gleich das nächste Match zu einem Drink treffen über Oberflächlichkeiten quatschen und schnell noch die nächste Nummer unter fremder Bettdecke mitnehmen. Nach Hause laufen und sich selbst belügen. Bin da irgendwie reingeschlittert im wahrsten Sinne des Wortes. Einmal tief durchatmen. Eigentlich wollte ich gar nicht! Das Thema beleuchten? Ach was? Einfacher weise zum nächsten Swipe und den Reset Button drücken. *Täglich grüßt das Murmeltier* Verdammt! Wach auf! Zieh die Selbstwert-Bremse und spring mit beiden Beinen aus der Scheiße. Nicht er/sie ist der/die Schuldige. DU! Nur du und deine geringe Wertschätzung. Weil es einfacher ist dich deiner Gewohnheit hinzugeben als mit ihr zu brechen. Dann müsstest du dir offen und liebevoll in die Augen sehen und bestürzt feststellen ich habe ein fucking Problem. Das Problem heißt Liebe. Denn nicht die Liebe ist Scheiße, sondern deine Liebe, deine Liebe zu dir selbst. Diese eine die du nie gießt, für die du nicht einstehst. Denn mutig Neues wagen kann verdammt anstrengend sein. Jeder weitere Schritt in Richtung Freiheit schmerzt. *It’s worth it* Luftschlösser aus märchenhaften Gedankenspiralen war gestern. Shake your Ass and Move Realität ist heute.

Von trägen Emotionen, Mut und nicer Aura

Sie fühlte sich verletzt,da Sie sich lieber in ihren trägen Emotionen sudelte, nach alten Mustern lechzte und sich der Gewohnheit hingab. Gewiss hatte Sie noch nicht den ganzen Topf des Selbstvertrauen getrunken. Aber einen großen Schluck hatte Sie sich gegönnt. Ängstlich ging Sie noch einmal den gleichen Pfad, packte sich Mister Mut in ihren von Automatismen voll gestopften Rucksack. Sprang über den See der Gefühle, wurde sich ihrer Selbst bewusst und verließ das Abenteuer mit Zuversicht. Jugendliche Worte wie „ich finde mich ziemlich geil“ und „ganz schön nice Aura“ füllten von nun an ihren lust erfüllten Alltag.

Ein Manifest sexueller Schöpferkraft

Das Wort Tantra beherrschte schon lange spielerisch ihre Gedanken. Slow Sex? Achtsamer Sex oder meditativ…wie auch immer man es nennen mag. Sie mochte den Sex mit ihrem Partner, gar keine Frage. Doch eins hatte sie bemerkt, auch hier waren sie nicht frei von dem Gedanken „höher schneller weiter“. Ihre One-Night-Stands baten Perfomance der Superlative. Aber geil? war anders. Auch ihr Nachttischschrank lud ein für spielerische Stunden alleine oder zu zweit. Doch der Gedanke nach ausnahmsloser Verbundenheit ließ sie in erotischen Phantasien schwelgen.

Also Licht an, Zeit aus und rein ins Bad voll lustvoller Schwingungen:

Sie sitzen sich stillschweigend gegenüber, schauen sich tief in die Augen. Zeit verliert an Bedeutung, Wahrnehmung gewinnt an Willenskraft. Neben ihnen verstaubte Rotweingläser. Im Hintergrund leise Klänge von alten Tonträgern und ein Hauch Vanille. Auf den Lippen ein zartes Lächeln der Zufriedenheit. Einfühlsam aber bestimmt legt er seine Hände in ihre. Blickt in ihre Augen voller Empfangsbereitschaft. Ihre Körper vibrieren. Die Wärme die langsam in ihnen aufsteigt legt sich wie ein schützender Schleier um ihre nackte Haut. Er streichelt sanft ihren Nacken, schenkt ihr seine ganze Aufmerksamkeit. Sein fesselnder Blick lässt sie vor Erregung tief ein- und ausatmen. Die nächsten Stunden voll Sinnlichkeit gehören nur diesen beiden Liebenden. Zwei Körper die für diese Nacht die gleiche Melodie spielen von freudiger Erregtheit und tiefer Verbundenheit. Massierend liebkost er ihre Brüste in kreisenden Bewegungen. Erst behutsam abwartend dann kräftig und lustvoll. Sie spürt wie ihr Beckenboden zu tanzen beginnt bis tief in ihre Vulva hinein. Sie schmiegt ihren weichen Körper an ihn. Ihre Küsse verschmelzen zu einer liebevollen Symphonie. Sie drückt Ihr Becken fest gegen seine aufsteigende Lust, vernimmt sein unaufdringliches Begehren und ihr Bedürfnis seinen harten Penis tief in ihr zu spüren. Voller Achtung lässt er seinen Blick über ihren Körper schweifen, schenkt ihr genussvolle Küsse an den lüsterndsten Stellen ihres Leibes. Sie will ihn hier und jetzt. Seine sanfte Stimme in ihren Ohren macht sie heiß. Das Kitzeln unter den Achseln, das ihr Lachen fordert, lässt alles um sie herum vergessen. Seine Leidenschaft hüllt sie in einen Raum voller Euphorie.

Entspannend vertraut nimmt er sie noch fester an sich ran.

Sie lehnt sich sanft zurück während sie tief in ihre Vulva ein- und ausatmet, ihr Becken sich entspannt öffnet. Sie ist so feucht. So bereit für ihn. Tief und behutsam dringt er ein. Ekstase. Intensives Stöhnen. Ihre sehnsuchtsvollen Körper umschlingen sich fest und der ganze Raum füllt sich mit Liebe, voll tiefem Begehren, respektvoller, verbundener Sex der das höchste Gefühl von Lust in sich trägt. Sie schauen sich tief in die Augen.

Gefühlvolle Stöße aus seinem Becken: Erregung pur.

Ihr Stöhnen wird lauter. Der Atem tiefer. Die Bewegungen kraftvoller. Ihre Hand schiebt sich langsam in Richtung ihrer Klitoris und er kann kaum an sich halten als sie sich voller Genuss zusätzlich in Ekstase bringt. Ihre Körper sind eins und ihr Sex vollkommen. Ein Pingpong Spiel zwischen Anspannung und Entspannung, tiefem Ein- und lustvollem Ausatmen. Sie stöhnt laut auf und ihre Vulva bebt vor Erregung. Sie drückt ihn noch fester an sich. Sein Atem streift sanft ihren Nacken. Ihre Körper tanzen im gleichen Beat. Schweißtreibende Ekstase. Sinnliche Entspanntheit. Sein Körper krampft und entlädt sich wollüstig in ihr.

Tiefe Augenblicke. Fest umschlungen. Liebe und gegenseitige Hingabe. Ein sanftes Ausklingen der Erregung. Ein Manifest sexueller Schöpferkraft.