Nahtlose Nähe zwischen Egotrips und digitaler Bubble

„Aufgewühlt rief sie mich um Mitternacht an. Ihr Date gegangen. Fassungslos vor den Kopf gestoßen, mit Emotionsvulkan inklusive, saß sie da. Tränen zierten ihre Wangen und sie sagte „Aber nein, das kann ich nicht, ich habe zu große Angst verletzt zu werden. Ich kann es nicht ertragen, dass die Liebe mich wieder enttäuscht. Zu angefressen ist mein Herz von all der Ablehnung“ (ihre subjektive Meinung, ein fälschliches Spiel)“

So jetzt aber mal Tacheles ihre süßen Mäuse wie wäre es mit einer Prise Leichtigkeit im Dating Dschungel?

Die Liebe macht sowieso was sie will und es gibt kein allgemeines Glückrezept nur individuelle Backmischungen.

Die Möglichkeiten in Kontakt zu kommen sind mittlerweile unendlich groß und doch fühlen sich immer mehr Menschen (darunter auch viele junge Menschen) einsam. Lassen wir mal die Corona-Crazyness außen vor, erleben dennoch einige liebevolle Berührungen als Mangelware. Zur Verwunderung manch Außenstehender ist meine herzallerliebste Girlie Clique so frech und kuschelt, massiert und streichelt durchs Haar was das Zeug hält, auch gern in aller Öffentlichkeit. Herzlich lachen, muss ich immer wieder, wenn die Frage aufkommt „Seid ihr immer so in Schmuselaune?“ Ja schon. Friendship Goals eben. Aber was hat das jetzt mit Dating zu tun fragst du dich? Wenn wir Nähe erzeugen wollen sollten wir in einem uns bekannten Terrain anfangen, damit wir die gewonnene Sicherheit mit in neue Abenteuer nehmen.

Wir wollen nicht ausprobieren. Lechzen nach der perfekten Gebrauchsanleitung wie Liebe funktioniert. Denken wenn wir uns nur den Zeitschriften Tipps gemäß verhalten, wird der Gegenüber das ultimative Crush Erlebnis haben. Probieren alles aus, von nett sein bis Kalte Schulter über 3 Tage nicht melden bis zur offensiven Herangehensweise und wieder zurück. Wir spulen alte Muster ab ohne sie zu hinterfragen. Gehen respektlos aufeinander zu, weil die Bedürfnisbefriedigung größer ist als die Wertschätzung des anderen und wir bei all dem Selflove Gerede immer noch nach Bestätigung im Außen suchen. Wenn wir Liebe erfahren wollen müssen wir uns trauen. Denn in der Liebe gibt es keine To-Do Liste. Die einzige Zutat die du brauchst ist Authentizität und Furchtlosigkeit. Denn „Liebe ist ein Chaos und sie kostet Mut“ (Zitat Lotte; Wenn Liebe Kommt). Wir nehmen uns nicht genug Zeit unsere alten Verletzungen in der Tiefe zu heilen und sind immer wieder überrascht wieso uns bei jedem Dating die gleiche Scheiße passiert. Ziehen uns wieder zurück, weil wir Angst haben den Respekt vor uns selbst zu verlieren und merken dabei nicht wie sehr wir gerade genau den Film abspulen denn wir uns all die Jahre immer wieder anschauen. Meinen das Ende schon zu kennen und suchen uns genau die Schauspieler die uns bestätigen was wir sowieso schon wissen. Aber ohne Veränderung kein Happy End. Wir können nur Veränderung erreichen indem wir uns der Angst stellen und uns von ihr keinen Berg voll Steine in den Weg legen lassen. Mit voller Zuversicht die Wände auf wackeligen Beinen unter Tränen einreißen und unser verwundetes Herz liebevoll streicheln. Wir müssen eins kapieren, wenn wir nicht ins Kalte Wasser der vielleicht wartenden Enttäuschungen springen, haben wir auch keine Chance auf wahrhaftige Nähe und auf ein Ende, dass es gut mit uns meint.

Aber fang bei dir und deiner Liebe zu dir an. Erwarte nicht, dass der andere dich liebt, nur um dir das zu bestätigen was du dir selbst nicht zugestehst. Nämlich Liebe zu geben und zu erfahren. Aufrichtige Nähe. Hol dir die Leichtigkeit zurück, verankere dich mit beiden Beinen auf dem Boden.

Pack die Angst in den Rucksack und lass den Mut vor dir herlaufen und geh den nächsten Schritt in Richtung Freiheit.

Echte Nähe. Echte Berührungen, Face to Face Konflikte. Klärende Gespräche sind heilsam auch wenn sie im ersten Moment unheimlich verwundbar erscheinen. Face to Face wäre natürlich Granate aber minimal über die Stimmfarbe muss schon drin sein. Entschluss gefasst: Nie wieder lange Textnachrichten, wochenlanges Schreiben oder wohlwollende Sprachnachrichten tauschen. Und keiner kann mir erzählen der sich tagtäglich im Social Media und Whats App Kindergarten rumtreibt, dass ihm solch ein Phänomen nicht schon wie Kaugummi zwischen den Fingern klebte. Bevor er lachend bemerkte what the heel tue ich hier eigentlich. Während zwei Seelen alleine zuhause liegen und über utopische Dates schreiben die im Real Life nie existieren werden, gehen uns heilsame Berührungen flöten. Wir lenken uns ab, suchen Bestätigung, nach noch einem besseren Match, sammeln Trophäen. Anfängliche Begeisterung verfliegt in Lichtgeschwindigkeit. Wir balsamieren unser Ego indem wir als potentieller Deckel alle Töpfe auf halber Stufe kochen lassen. Schaffen Illusionen von Zweisamkeit und fühlen uns doch Verloren. „I‘m not praying for a revolution of the 1950 housewife und Ehe Modell.“ Ich plädiere nur für wahrhafte Nähe auch in fremden Betten. Für ein uns fallen lassen, aufeinander zugehen, weniger Text und mehr echte Worte. Voller Angst hineinstürzen in das nächste Abenteuer. Uns auf Augenhöhe begegnen. Genau jetzt in den Zeiten in denen Berührung Mangelware ist, sollten wir uns noch mehr aufrichtiges Interesse schenken. Dabei nicht unseren Humor verlieren und herzhaft über uns selbst lachen.

Real Life Dilemma: „Du schreibst mir Nachrichten voll intimen Sehnsüchten. Dann stehst du vor mir verstummst als hätten deine geschriebenen Textzeilen dir den Mund zugeschmiert. Erzählst mir in deiner digitalen Bubble so viel von dir, badest in deiner Komfortzone, verriegelt hinter Mauern, die es unmöglich machen wahrhaftige Verbundenheit zu schaffen.“

Wieso fangen wir nicht endlich an unser Ego verstehen zu wollen? Gefühle zulassen. Begeben uns auf tagelange Egotrips, die durch das Spiel mit der Außenwelt den ein oder anderen Tage und Nächte kosten. Anstatt unseren eigenen Selbstwert zu polieren, zertrümmern wir den unseres Gegenübers, weil der Schrei nach Liebe fälschlicherweise nur Hass, Eifersucht und Neid hochkochen lässt.

Blümchensex wieso zur Hölle ist es so verrufen? Und während ich dies Schreibe höre ich schon das Getuschel „die steht nur auf Blümchensex“. Und klar ist es schön, wenn dein/e PartnerIn dich richtig rannimmt und sagt wo es langgeht und du einfach nur noch deinen Kopf ausschaltest und genießt. Aber kann das nicht auch Blümchensex sein. Irgendwie drückt Blümchen doch einfach nur etwas Zartes aus, vielleicht etwas auf Augenhöhe. Einfach wie zwei zarte Flowers behandeln auch wenn wir schreien nimm mich noch fester und unsere Fingerkuppen zwischen starken Schulterblättern vergraben. Einvernehmlich bedeutet auch zart, den anderen durch liebevolle, achtsame Augen sehen egal ob beim Spanking oder Petting zwischen Seidenlaken.

Ich will, dass wir uns endlich verletzlich zeigen, aufhören jemand anderes sein zu wollen, neugierig aufeinander zugehen, die Hüllen und Masken fallen lassen und uns gemeinsam der nackten Wahrheit unserer Emotionen stellen. Würde meine Stimme eine der einprägsamsten Klangfarben tragen, würde ich mir den besten Produzenten der Stadt an die Hand nehmen und es in die Welt rausschreien, damit sich die Melodie in euren Ohren festsetzt und eure Herzen blühen lässt.

Auf einem Demo Plakat habe ich eins gelesen:

„When the Power of Love overcomes the Love of Power the World will know Peace“. Da ist so viel Wahres dran und kann nahezu auf jeden Lebensbereich übertragen werden. Also lasst uns das auf die Fahne schreiben.

Bild von Serhii Chernetskyi auf Pixabay 

Yoga, die kleine Schwester des Tantra. Ein Sex Flow.

Yoga ist eine Praxis für Körper und Geist, manchmal aber auch ein purer Genuss für die Seele. Wenn auf Entspannung, Erregung folgt. Die Leggings feucht von einer Asana zur nächsten gleitet bis hin zur Ekstase. Dann kann Yoga verdammt sexy sein. Zusammen flowen, nackt. Das ist Ihr Ding. Sie liebt es, wenn seine nackte Haut über ihren Körper fließt und sie seinen harten Penis spürt.

Zur vollkommenen Ekstase gehört nun mal vollkommene Entspannung.

Natürlich kennen Sie auch den „rein, raus fuck me harder Sex“ und manchmal brauchen ihre erregten Gemüter auch genau das um sich einfach nur wegzublasen. Aber echte Verbindung braucht diese Augenblicke der Sanftheit und der wahrhaftig tiefen Sehnsucht jede Pore des Körpers wahrzunehmen.

Er weiß genau wie sie es will: sinnlich und sexy. Seitdem er sie während ihres täglichen Yoga flows am Morgen überrascht hat, lässt sie schon der kleinste Gedanke daran feucht werden. Sie spürt seine erregten Blicke während er sich mit verschmitztem Lächeln gegen ihre Wohnzimmertür lehnt. Ihr Körper tanzt über die Matte. Er. Abwartend. Ausatmend schiebt sie ihr Gesäß Richtung Wohnzimmerdecke. Seine Gelegenheit. Gefühlvoll aber mit Nachdruck schiebt er seine Handfläche zwischen ihre Beine. Sie atmet vor Erregung geräuschvoll auf. Sie legt ihre Knie ab und lehnt sich zurück gegen seine Starke Brust. Seine linke Hand ruht noch immer zwischen ihren Schenkeln, zeitgleich gleitet seine rechte Hand unter ihr Oberteil. Er küsst ihren Nacken, hauchend fließen die Worte: „Nimm mich“ über ihre warm geküssten Lippen. Sie streift ihr Top nach oben und spürt wie er seinen harten Penis noch fester gegen ihren Hintern drückt. Er lehnt ihren nackten Oberkörper sanft Richtung Matte damit er seinen Kopf zwischen ihre Beine legen kann. Hastig entledigt sie sich jeglicher Kleidung und genießt sein Zungenspiel. Sie haben das Spiel schon so oft gespielt, doch jedes Mal schafft er es ihren Körper zum Beben zu bringen. Eine Mischung aus Lust, Begierde, Sehnsucht und Vertrauen umhüllt die Luft. Leichtfertig könnte er sie mit einem Wechselspiel aus Zunge und Hand zu kommen bringen. Er kennt sie, sie kann sich in ihn hinein entspannen und vor Freude platzen.Aber seitdem sie entdeckt haben, dass Achtsamkeit der Schlüssel zu erfüllendem Sex ist lieben sie es die Dinge in die Länge zu ziehen. Küssend und geräuschvoll gleitet sie an seinem Körper hinab zwischen seine Schenkel, schaut ihm tief in die Augen, die ihr mitteilen wie sehr er es will. Ihre Lippen ummanteln seine Eichel zeitgleich massierend den Penisschaft. Leise Worte verlassen seinen Mund, ihr hier unten aber unverständlich. Sie lässt sich ganz fallen und fühlt sich wohl in der Rolle der Gebenden während er genießt. Manchmal machen sie zwischen Vorspiel und der Verschmelzung eine lange Pause mit tiefen Augenblicken und prickelnden Streifzügen über ihre lusterfüllten Körper.

Heute war die Verbindung so anziehend, dass sie wie zwei heiße Magnete ineinander glitten. Sie liebt diesen Moment, wenn er über ihr kniet und zum ersten Mal für diesen Akt in sie eindringt und ihr Becken sich an- und entspannt. Seine Augen funkeln.Sie verlieren sich vollkommen im Hier und Jetzt. Manchmal zu schön um wahr zu sein, aber ihre Liebe ist wahrhaftig und echt. Ihr sexuelles Verlangen unaufhaltsam. Die Nacht wird zum Tag und der Orgasmus zur Ekstase. Bei ihm erblüht sie immer und immer wieder.

Sie lieben diesen Flow ihrer Sexualität und die pure Entfaltung ihrer Lust. Zwei Körper die zu einem verschmelzen und vor Erregung im gleichen Beat des Aktes beben.

Yoga kann manchmal verdammt sexy sein.  

Bild von Alexandr Ivanov auf Pixabay

Lass doch mal entspannt reflektieren und hinfallen: Wie ich meine Gelassenheit fand

Als ich Anfang des Jahres mal wieder so richtig auf die Fresse flog, weil sich zum Sex noch der ganz unreflektierte Gefühlswahnsinn beimischte. Wusste ich bis hier hin und nicht weiter. Während ich in meiner eigen gebrauten Drama-Suppe erstickte, beschloss ich dem Wahnsinn von unbeherrschtem Emotions-Overload ein Ende zu setzen. Das bin ich nicht, das will ich nicht sein und der Trigger Teufel kann mich mal kreuzweise. Ich will nicht mehr auf dich reinfallen nur weil Vergangenes erst halb verdaut und nicht ganz gargekocht war.

Jetzt sitze ich hier und kann dieses Gefühl von Gelassenheit, die wohlig umarmende Wärme die in mir aufsteigt gar nicht greifen. Immer mit einem Augenzwinkern Angst dabei sie könne wieder verpuffen, festhalten wollen, nicht können um letztendlich doch darauf zu vertrauen, dass es das Karma gut mit mir meint.

Und wie konnte ich all das so greifbar machen? Arbeit! Harte Arbeit mit mir und meinen Nervenbahnen. Einer guten Portion „Scheiß auf Body Maß Index“ und einer klaren Selbstentfaltung der eigenen Sexualität. Umlenken! Gute Gewohnheiten festigen und den Lastern mit Witz und Wort begegnen in voller Freundschaft. Vertrauen auf die Urkraft aus dem Wurzelchakra. Verbunden mit mir und allem um mich herum. Versuchen Grenzen zu lösen und Relax-Mal Kettenglieder zu knüpfen. Diese Urkraft auch als sexuelle Schöpferkraft umschrieben ist allgegenwärtig und lässt die Dinge in einem ganz bestimmten Zauber erscheinen. Nicht mehr irgendwas sein Wollen außer eins mit deinem Körper. Menschen begegnen, umarmen, die Neugierde stillen, SEIN, Mauern zurücklassen…

Und die Moral der Geschicht:

Nehmt euch mehr Zeit um eure wahre Sexualität zu erkennen. Frei von Mustern und in Stein gemeißelten Bildern. Von Bedürfnissen gebraucht zu werden und der Sehnsucht gefallen zu wollen. Erst wenn du dich auf den Weg machst nicht mehr mit deinem Körper sondern in deinem Körper zu wohnen erreichst du Freiheit auch wenn das wie Hokus Pokus Spiri Shit klingen mag. Es ist der Reality Check. Dann werden verquere Sichtweisen aufgeschlüsselt.

Ich habe erkannt das exzessiver Sport nur ein altes Laster der vergangenen Essstörung war, die Muse alles Ästhetischen aber stets wartete um aus ihrem Schmuckkasten genommen zu werden, neu eingekleidet, sanfte Bewegungen voll Sinnlichkeit und tiefen Fühlens, Verbinden wollen, Offen begegnen. Loslassen und im Moment sein, den Beat des Lebens fühlen. Jede Pore voll Lust spüren, weiche Augenblicke, durchschimmern von Verletzlichkeit aber in der Präsens der Gegenwart erblühen und annehmen. „On the Road sein“, weil der Hunger ruft und nicht die Traurige Schwester Sadness, die dich in eine Rolle zwingt um am Gesellschaftsspiel teilzunehmen. Überall zuhause Sein, weil Zuhause dort ist wo ich eins sein kann mit mir. In meiner wahren Natur, frei sein, sich in das Getümmel werfen und sich dessen entziehen.

Meine gedämpfte, im entspannten Rhythmus schwingende Stimme, gab mir wohl schon immer meinen natürlichen Lebenstakt vor, aber ich habe viel zu selten auf sie gehört und mich dem Mindfuck von außen hingegeben.

But at the End:

Ich bin so unendlich dankbar auf die Fresse geflogen zu sein um nun endlich voller Liebe mit mir im Beat des Lebens zu tanzen.